Kurzhörgeschichten

#7 Die Nacht
Aufregend und wütend.

17. Februar 2017

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Beschreibung:

Für Hendrik war es die aufregendste Nacht seines Lebens. Für Sasha war es zuerst eine Nacht wie jede andere.

Hinweis:

Der folgende Text dient nicht zum Lesen der Geschichte – das würde das Konzept der KurzHÖRgeschichten obsolet machen. Er dient lediglich als „Anleser“, damit du einen besseren Eindruck von der Geschichte erhältst und enthält lediglich die ersten ~ 400 Zeichen.

Geschichte:

„Warum bist du nicht schon früher zu mir gekommen? So einen heißen Typen wie dich habe ich hier selten.“

Hendrik konnte sein Glück kaum fassen. Hatte sie das gerade wirklich gesagt? Er blickte an dem schlanken Körper herunter, der vor ihm auf dem Bett kniete.

Sie hieß Sascha.

Er fand den Namen ungewöhnlich, dachte aber gleichzeitig, dass er ausgezeichnet zu ihr passte. Er strahlte französische Eleganz aus. Ihr ganzes Äußeres wirkte so; selbst ihr BH und ihr Höschen sahen maßgeschneidert aus – Haute Couture. Ihre Haut hatte nur einen leicht braunen Schimmer und sah so zart und glatt wie Porzellan aus.

Die wenige Kleidung an ihrem Körper war komplett weiß und wirkte edel – mit leichter Spitze.

Hendriks Atem beschleunigte sich, während sie mit ihrer Hand langsam an seinem Hals entlang strich. Die Berührung hielt er kaum aus und musste sich zusammenreißen. Er fing an zu schwitzen.

Dabei war die Temperatur im Raum angenehm. Genau richtig. Wie alles hier. Sehr geschmackvoll.

Er stand vor einem Bett aus dunklem Eichenholz mit feinen Maserungen. Die Bettwäsche war ebenfalls weiß, wie Saschas Unterwäsche. Zwischen den beiden Kissen, die sie mit ihrem Oberkörper verdeckte, lag ein kleineres, rotes Kissen. Dasselbe rot wie die Wand hinter ihm. An dieser Wand stand ein kleiner Schminktisch, ebenfalls aus Eichenholz, mit einem ovalen Spiegel und verschiedenen Utensilien auf der Ablage.

Tücher. Kondome. Gleitgel.

Und in den Schubladen unter der Ablage mussten noch ganz andere Dinge sein, dachte Hendrik.

Er wollte es nicht wissen.
Diese Erfahrung war schon aufregend genug.

Etwas entfernt, links neben ihm, war die Zimmertür. Von außen war dort die Nummer drei aus goldenem Metall angebracht worden. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man es für eine Zimmernummer in einem Hotel halten.

Ein Hotel mit sehr wenigen Zimmern, dachte er und lachte kurz nervös auf. Sascha blickte ihn an und lächelte ebenfalls.

Gott, war sie schön!

Diese braunen Haare, die kleine Wellen schlugen und mit den Spitzen ihre Brüste berührten… Zumindest bald. Sobald sie den BH ausgezogen hatte.

Oder durfte er ihn sogar ausziehen?

Bei dem Gedanken daran zog sich etwas in seinem Unterleib zusammen. Vor Angst und Vorfreude.

Hoffentlich bekomme ich den Verschluss überhaupt auf, es ist ziemlich dunkel hier drin. Der Gedanke spukte Hendrik im Kopf herum, als er zum Fenster zu seiner rechten blickte.

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